Friedhof von Rožna Dolina

„Im Laufe eines Jahres wechselten sich Feste und Fastentage, feierliche Anlässe und kleinere Gedenktage ab, die von einem Großteil der Görzer Juden mit reger Anteilnahme begangen wurden. Jeder kam zu Familien- und auch Trauerfeiern, um seiner Freundschaft in Freud und Leid Ausdruck zu geben. Während die Kolonne der Kutschen allzu oft einem Leichenwagen der Gemeinde nach Valdirose folgte, waren Bar-Mizwa-Feiern in letzter Zeit selten, und Hochzeiten noch seltener […] geworden. Und selbst wenn dies nach dem Krieg bedeutete, dass alle überlebenden Juden anwesend sein mussten, so konnte man bei einem Jubiläum doch noch eine Mindestanzahl an Personen aufbringen, um das Gebet zum Gedenken an den Verstorbenen zu sprechen.“

M. Morpurgo, S. 81.