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Abraham Vita Reggio wurde 1755 in Ferrara als Sohn einer ursprünglich aus Reggio Calabria stammenden Familie geboren. Da seine Eltern ihm aufgrund finanzieller Schwierigkeiten keine religiöse Ausbildung ermöglichen konnten, bildete er sich autodidaktisch weiter oder war bestrebt, möglichst viel von jenen Persönlichkeiten zu lernen, die er im Laufe seines Lebens kennen lernte.
Im Jahr 1775 zog er nach Fogliano im Friaul, um den Nichten und Neffen von Rabbi Shelomoh ben Yishaq Lampronti, einem seiner Lehrer, Privatunterricht zu erteilen.
In der Synagoge von Gradisca d’Isonzo, die er regelmäßig besuchte, lernte er den Rabbiner Abramo Morpurgo kennen, der nun sein Mentor und Meister wurde.
Um 1783 wurde ihm seine erste Stelle als Lehrer an der kurz zuvor eröffneten öffentlichen jüdischen Schule in Görz angeboten. Zur selben Zeit heiratete er Malkà/Regina, die Tochter von Rabbi Morpurgo. Während er die Jungen unterrichtete, kümmerte sich seine Frau um die Erziehung der Mädchen, wozu in ihrer Wohnung im Synagogengebäude eine Privatschule eingerichtet wurde.
1803 wurde er zum Rabbiner von Görz ernannt, übte innerhalb seiner Gemeinde zahlreiche bedeutende Funktionen aus und setzte sich insbesondere für Bildung und Wohltätigkeit ein.
Nach dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden 1830 wurde er zum Rabbiner von Görz und Gradisca ernannt.
Abraham Vita Reggio starb am 23. Dezember 1841. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof von Rožna Dolina.
QUELLENANGABEN:
Giuseppe Bolaffio, Abram Vita Reggio, in “La Rassegna Mensile di Israel”, Dritte Serie, Vol. 23, Nr. 5 (Mai 1957), S. 204.217
https://www.dizionariobiograficodeifriulani.it/reggio-abraham-vita-hay-ben-azriel/
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